Können Kühe schwimmen ?

   

Frage:

 

Stimmt es wirklich, dass Kühe nicht schwimmen können,

weil sie ihren Schließmuskel nicht kontrollieren können

und dann voll Wasser laufen würden ?

Antwort:

Nein, es stimmt nicht !

Ob Kühe nun gute oder schlechte Schwimmer sind mag ich nicht zu beurteilen.

Wie alle Tiere können sich Kühe eine Weile, mehr oder weniger elegant, über Wasser halten.

Dabei bedienen sie sich dem sogenannten Hundepaddeln.

 

Ihren Schließmuskel haben Kühe auch unter Kontrolle, genau wie du und ich,

man sagt ja nicht umsonst "Kühe sind auch nur Menschen " !

Ein kleines Mißgeschick kann ja jedem mal passieren !


Aber woher stamm dann dieses Gerücht mit "vollaufen und untergehen"

 

Diese Fehlinformation die sich recht hartnäckig im Internet hält,

beruht auf eine Zeitungsente der TAZ zum 1. April.

<== siehe links !

 


Kühe bei der Durchquerung eines Flusses.

Artikel Aus dem Internet.

Hier geht zur Quelle !l

Im polnischen Biebrza-Nationalpark dienen 200 "glückliche Kühe" dem Naturschutz (6/2002)
Durch den Fluss zur Weide
 

Jeden Morgen verlassen die Kühe im polnischen Dorf Brzostowo ihre Ställe, wandern zum nahe gelegenen Fluss und gehen ins Wasser. Sie schwimmen ans andere Ufer und grasen dort den ganzen Tag. Der Fluss, in dessen Umgebung sie völlig frei und wild leben – ohne Zäune und ohne Aufsicht – ist die Biebrza, eines der letzten völlig naturbelassenen, frei fließenden Gewässer Europas.
 

Die Biebrza schlängelt sich durch eine weite Ebene im Nordosten Polens, und im Frühjahr kommt es regelmäßig zu riesigen Überschwemmungen. Das sumpfige Gebiet wurde 1993 zum Nationalpark ernannt. Die Kühe von Brzostowo dürfen trotzdem dort grasen, und zu Recht tragen sie den Beinamen "happy cows".
 

Abends, wenn die Euter voll sind, begeben sich die Kühe wie auf Kommando selbstständig zum Ufer, steigen bedächtig in die Fluten, die ihnen bis über die Flanken reichen, und schwimmen durch die Biebrza auf die andere Seite, auf das Dorf zu. Anschließend trotten sie unbeirrbar zu den Bauernhöfen, zu denen sie gehören. Das Schauspiel der Flussüberquerung ist eindrucksvoll und lockt nicht selten Zuschauer an.
 

Insgesamt 200 "glücklichen Kühe" gibt es in dem Ort. Landwirt Witold Konopka gehören 15 davon. Er versorgt sie – so wie es auch seine Kollegen tun – auf traditionelle Art: Im Stall stehen die Tiere zum Beispiel auf Stroh. Konopkas Hof umfasst 20 Hektar, zwei Pferde und sieben Schweine gehören auch noch dazu und nebenbei betreibt er einen kleinen Campingplatz. Dem Beitritt Polens zur EU sieht er mit Sorge entgegen: "Er wird für uns wahrscheinlich nicht günstig sein."Die Einrichtung des Biebrza-Nationalparks hingegen kam ihm schon eher gelegen: "Jetzt kommen Gäste hierher, und sie lassen auch etwas Geld da", meint er.
 

Die Kühe von Brzostowo haben nicht nur ein schönes Leben, sie tun auch etwas für die Umwelt. Sie halten die Vegetation in dem entsprechenden Gebiet niedrig, so dass viele Vogelarten dort brüten können. Das Gelände ist ein Paradies für Ornithologen: Es bedarf keiner großen Ausdauer, um Zwergseeschwalben, Schwarzstörche, Kraniche, Reiher, Schwäne und Kiebitze beobachten zu können.
 

Die "glücklichen Kühe" leben nicht unbeobachtet – die Umweltstiftung WWF begleitet das Projekt wissenschaftlich. Dazu wird zurzeit geprüft, welche Auswirkungen auf die Umwelt sich ergeben, erläutert der Leiter des WWF-Programms für Polen, Irek Chojnacki. Die Fragen lauten: Werden zu viele Vogelnester zerstört? Wird der Boden zu stark zertrampelt? Wie viele Kühe sind dem Nationalpark-Gelände zuzumuten?
 

Man bemüht sich auch, alte traditionelle polnische Rinderrassen wieder einzuführen, berichtet Chojnacki. Zurzeit laufen Versuche mit einer Nachzüchtung des "Roten Tieflandrinds", das bereits ausgestorben war, dessen Samen aber noch in der polnischen Akademie der Wissenschaften bereitgehalten wird. Im Auftrag des WWF waren in der Brutperiode bereits Studenten unterwegs, die eine Bestandsaufnahme der Nester vornahmen. Erstes Ergebnis der Zählung: "Es sieht so aus, als ob 200 Kühe genau richtig sind ", meint Chojnacki.

Anneliese Huebner