Wissen-2
Das Hausrind
stammt vom inzwischen ausgestorbenen Ur ab. Es wurde bereits vor ca. 8000 Jahren
domestiziert und gilt als eines der ältesten Haustiere. Rinder leben in
kleineren Herden, die aus Tieren beiderlei Geschlechts bestehen. Innerhalb der
Herde besteht eine strikte Rangordnung, die durch unblutige Kämpfe festgelegt
wird.
Die Kühe werden normalerweise durch den ranghöchsten Stier gedeckt. Kurz vor dem
Geburtstermin sondern sich hochträchtige Kühe von der Herde ab und bringen das
Kalb an einem geschützten Ort zur Welt. Bereits nach einem Tag sind die
Jungtiere in der Lage, den Erwachsenen zu folgen. Kuh und Kalb kehren zur Herde
zurück. Es besteht eine enge Kuh-Kalb-Beziehung, das Kalb kann nur bei der
eigenen Mutter saugen.
Die Tiere erkennen sich am Geruch. Später schließen sich gleichaltrige Kälber
innerhalb der Herde zu "Spielgruppen" zusammen und kehren nur noch zur
Nahrungsaufnahme zur Mutter zurück. Rinder sind Pflanzenfresser und Wiederkäuer.
Sie nehmen in kurzer Zeit große Futtermengen auf, um diese dann an einem Ruheort
wieder heraufzuwürgen und nochmals ausgiebig zu kauen. Obwohl ursprünglich
dämmerungsaktiv, erstreckt sich der Aktivitätsperiode der Hausrinder heute
praktisch über den ganzen Tag.
Rinder...
sind bewegungsaktive Herdentiere. Sie bewegen sich am liebsten in der Gruppe.
Einem ranghohen Tier wird häufig „blind gefolgt“.
sind Fluchttiere, die je nach Erfahrung mehr oder weniger an Menschen gewöhnt sind.
sind stärker als wir Menschen. Sie können schnell und unvermittelt ausschlagen.
bewegen sich natürlicherweise langsamer als Menschen (normale Geschwindigkeit: ca. 3 km/h)
haben einen hohen Körperschwerpunkt. Es kostet sie viel Kraft, stehend auf einem Fahrzeug Gleichgewicht zu halten.
insbesondere Bullen, Jungrinder und brünstige Tiere zeigen Aufsprungverhalten, was eine enorme Belastung für die Tiere darstellt und zu Verletzungen bis hin zum Festliegen führen kann.
sehen nicht sehr gut, aber sie hören und riechen umso besser.
sind Pflanzenfresser und Wiederkäuer mit einem mehrhöhligen Magen. Ein Rind hat 4 Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen) mit insgesamt 110 bis 230 Litern Fassungsvermögen. Daran schließen sich der Dünndarm und der Dickdarm mit einer Länge von 35 bis 60 Metern an. Gefressen werden alle Arten von Gras. Schädlich sind Brot, Speiseabfälle und dergleichen. Ihr Verdauungssystem ist empfindlich gegenüber Futterumstellung und langen Futterpausen sowie Wassermangel.
tolerieren gut Temperaturen zwischen 0-20°C und eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80%. Andere Werte sind problematisch für die Tiere.